Marco Ruppert | Feinblech, Arbeitsvorbereitung & Schweißautomation

Marco Ruppert 
Feinblech, Arbeitsvorbereitung und Schweißautomation

Seit 2002 verbinde ich praktische Feinblecherfahrung mit Konstruktion, Automatisierung und technisch-kaufmännischer Projektarbeit. Heute leite ich die Arbeitsvorbereitung bei der Müller Feinblechbautechnik GmbH; mein Schwerpunkt liegt im technischen Vertrieb für Projekt- und Industriekunden. Im Mai 2015 gründete ich Stainless Pepper. Unter dieser Marke setze ich eigene Produktideen aus Edelstahl und modernen Werkstoffen um.

Fakten auf einen Blick

Name: Marco Ruppert

Aktuelle Funktion: Leitung Arbeitsvorbereitung

Beruflicher Schwerpunkt: Technischer Vertrieb für Projekt- und Industriekunden

Unternehmen: Müller Feinblechbautechnik GmbH

Berufspraxis: Feinblechbearbeitung und Fertigungsprozesse seit 2002

Fachgebiete: Arbeitsvorbereitung, Kalkulation, technische Projektverantwortung, Fertigungssteuerung, Schweißautomation, WIG-Robotik, Konstruktion und digitale Fertigungsprozesse

CAD und Digitalisierung: DraftSight, SolidWorks, SPI, DriveWorks, TopsWorks und ERP-Baugruppensysteme

Qualifikationen: Konstruktionsmechaniker, Fachrichtung Feinblechbautechnik; Technischer Fachwirt IHK

Schweißqualifikation: Bediener- und Einrichterprüfung durch TÜV SÜD nach AD 2000-Merkblatt HP 3 / DIN EN ISO 14732; automatisches WIG-Schweißen, Positionen PA/PB; gültig bis September 2027

Eigene Produktentwicklung: Gründer von Stainless Pepper seit Mai 2015

Biografie

Vom Blech aus gedacht

Meine berufliche Laufbahn begann 2002 mit der Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker, Fachrichtung Feinblechbautechnik, bei der Müller Feinblechbautechnik GmbH. Ich gehörte zu einem der letzten Ausbildungsjahrgänge, die Bauteile noch weitgehend selbst durch die einzelnen Fertigungsschritte begleiteten: anreißen, schneiden, stanzen, kanten und schweißen.

Diese Arbeitsweise prägt mein Qualitätsverständnis bis heute. Wer ein Bauteil vom ersten Anriss bis zur letzten Schweißnaht selbst in der Hand hat, lernt früh, Verantwortung für das gesamte Ergebnis zu übernehmen.

Nach der Ausbildung arbeitete ich zunächst im Gerätebau, unter anderem an Zu- und Auslauftischen, Rollenbahnen und Fördertechnik. Mein Interesse an Computern und Technik führte mich anschließend in die Konstruktion. Aus einfachen Außenkonturen für den Laser wurden mit der Zeit strukturierte 2D- und 3D-Modelle, automatisierte Abwicklungen, ERP-Baugruppen und parametrisierte Varianten.

Technik und Wirtschaft zusammenführen

2012 begann ich die Weiterbildung zum Technischen Fachwirt IHK. Nach dem erfolgreichen Abschluss übernahm ich zunehmend Aufgaben in Kalkulation, Angebotserstellung und technischem Vertrieb. Heute leite ich die Arbeitsvorbereitung bei der Müller Feinblechbautechnik GmbH und betreue schwerpunktmäßig Projekt- und Industriekunden.

Ich kenne beide Seiten: die Werkbank, an der jeder Millimeter zählt, und den Schreibtisch, an dem Termine, Preise und Kapazitäten zusammenkommen. Obwohl mein Alltag heute stärker von Arbeitsvorbereitung und Vertrieb geprägt ist, zieht es mich noch immer an die Anlage, wenn ein Prozess eingerichtet, verbessert oder ein Fehler gefunden werden muss.

Eine Lösung darf für mich nicht nur auf dem Bildschirm oder in der Kalkulation funktionieren. Konstruktion, Beschaffung, Fertigungsplanung, Termine und Qualität müssen zusammenpassen – und für die Fertigung nachvollziehbar und umsetzbar sein. Ein Kundenprojekt im Millionenbereich habe ich auf dieser Grundlage bis zur Auftragsgewinnung federführend betreut und anschließend gemeinsam mit Konstruktion und Fertigung umgesetzt.

Schweißautomation und digitale Fertigungsprozesse

Den engen Bezug zur Praxis habe ich auch in der Schweißautomation und Robotik behalten. Ich wirkte bei der Beschaffung von zwei Cornerweld-500-Ecknahtschweißanlagen sowie einer erweiterten OTC-WIG-Roboterzelle mit Stromquelle A 350P und Roboterarm FD-V8 mit und richtete die Anlagen anschließend selbst ein. Dazu gehörten Roboterprogramme, Schweißparameter, Brennerkalibrierung, Vorrichtungsbau, Qualitätskontrolle, Störungsanalyse und Taktzeitoptimierung.

Meine praktische Schweißerfahrung begann mit dem manuellen Schweißen in Ausbildung und Fertigung. Später verlagerte sich mein Schwerpunkt auf das automatisierte WIG-Schweißen von V2A und V4A im Bereich von 0,8 bis 10 Millimetern. Ergänzend habe ich erste praktische Erfahrung mit handgeführten Laserschweißgeräten. Meine Bediener- und Einrichterprüfung durch TÜV SÜD nach AD 2000-Merkblatt HP 3 und DIN EN ISO 14732 ist bis September 2027 gültig.

In der Konstruktion und Digitalisierung reicht mein Weg von AutoCAD und später DraftSight über SolidWorks, SPI und DriveWorks bis zur Aufbereitung von SolidWorks-Modellen mit TopsWorks. Entscheidend ist für mich nicht das einzelne Programm, sondern ein durchgängiger Datenstand, mit dem Vertrieb, Arbeitsvorbereitung, Fertigung und Qualitätssicherung schlüssig arbeiten können.

Stainless Pepper

Im Mai 2015 gründete ich Stainless Pepper. Unter dieser Marke setze ich eigene Produktideen aus Edelstahl und modernen Werkstoffen um. Seit 2025 baue ich diesen Bereich wieder verstärkt aus und verbinde meine Erfahrung aus Feinblechbearbeitung und Konstruktion mit FDM-3D-Druck, Prototyping und Lasergravur.

Was all diese Stationen verbindet, ist mein Anspruch, technische Lösungen nicht nur zu planen und zu kalkulieren, sondern ihre praktische Umsetzung stets mitzudenken. Am Ende soll eine Lösung entstehen, die durchdacht, funktional, sauber gefertigt und wirtschaftlich herstellbar ist.



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